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Tennisarm - Wie der Osteopath und Chiropraktor helfen können


Einleitung


Der Tennisarm ist eine weit verbreitete orthopädische Beschwerde, die nicht nur bei Tennisspielern auftritt, sondern auch Menschen betrifft, die repetitive Bewegungen oder Überlastungen im Alltag ausgesetzt sind. Die Schmerzen und die eingeschränkte Funktionalität der betroffenen Armregion können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Alternative Therapieformen wie Chiropraktik und Osteopathie treten zunehmend in den Fokus, da sie oftmals schon in frühen Stadien des Tennisarms angewendet werden und zur Schmerzlinderung sowie Funktionsverbesserung beitragen können.


In diesem Beitrag wird zunächst definiert, was unter einem Tennisarm zu verstehen ist. Anschließend werden Ursachen und Symptome erläutert, bevor verschiedene Therapieansätze, inklusive manueller Behandlungen durch Chiropraktiker und Osteopathen, im Detail besprochen werden.


Tennisarm

In diesem Beitrag erfahren Sie:

 

1) Was ist ein Tennisarm?


Der Begriff Tennisarm bezeichnet medizinisch die laterale Epicondylitis, eine schmerzhafte Entzündung der Sehnen, die am äußeren Ellenbogen ansetzen. Obwohl der Name auf den Tennissport zurückgeht, kann ein Tennisarm bei Menschen auftreten, die regelmäßig wiederholte Bewegungen ausführen, wie z. B. Handwerker, Büroangestellte oder Musiker. Die repetitive Überbeanspruchung führt zu kleinen Verletzungen an den Sehnen, die sich im Laufe der Zeit entzünden und Schmerzen verursachen.


Wichtige Punkte zum Tennisarm:


Definition: Eine Sehnenentzündung, die insbesondere den äußeren Ellenbogen betrifft.


Häufigkeit: Nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Personen in Berufen mit hoher Wiederholungsbelastung.


Symptome: Schmerzen, Schwäche und Bewegungseinschränkungen im betroffenen Arm.


Durch diese detaillierte Beschreibung wird der Tennisarm nicht nur als Sportverletzung, sondern als ein allgemeines orthopädisches Problem verstanden, das einer vielseitigen Behandlung bedarf.



2) Ursachen und Risikofaktoren des Tennisarms


Der Tennisarm entsteht in der Regel durch Überlastung und repetitive Belastung der Sehnen im Ellenbogenbereich. Zu den Hauptursachen zählen:


Wiederholte Bewegungen: Regelmäßige, monotone Bewegungen, wie sie beim Tennis, aber auch bei Computerarbeit, Handwerk oder beim Musizieren auftreten, führen häufig zu einer Überbeanspruchung der Sehnen.


Fehlhaltungen und Technik: Eine falsche Technik beim Sport oder bei alltäglichen Bewegungen kann zu einer ungleichmäßigen Belastung der Muskulatur führen.


Alterungsprozesse: Mit zunehmendem Alter verringert sich die Elastizität der Sehnen, was die Anfälligkeit für Entzündungen und Mikrotraumen erhöht.


Genetische Prädisposition: Bei manchen Menschen können genetische Faktoren eine Rolle spielen, die sie anfälliger für Entzündungen im Bereich des Tennisarms machen.


Zahlreiche Studien, darunter auch solche, die auf PubMed veröffentlicht wurden, belegen den Zusammenhang zwischen Überbeanspruchung und der Entstehung des Tennisarms. Beispielsweise zeigt eine systematische Übersichtsarbeit (vgl. ) deutlich, dass repetitive Belastungen ein wesentlicher Risikofaktor für den Tennisarm sind.



3) Symptome und Diagnose des Tennisarms


3.1) Symptome


Menschen, die an einem Tennisarm leiden, berichten oft von folgenden Beschwerden:


Schmerzen am äußeren Ellenbogen: Diese treten insbesondere bei Aktivitäten auf, die den Unterarm belasten, wie Greifen oder Heben.


Schwäche: Betroffene klagen häufig über eine reduzierte Griffstärke und eine allgemeine Schwäche im Arm.


Bewegungseinschränkungen: Die Beweglichkeit des Arms kann eingeschränkt sein, und auch alltägliche Aufgaben fallen zunehmend schwer.


Ausstrahlender Schmerz: Der Schmerz kann vom Ellenbogen bis in den Unterarm und manchmal sogar in die Hand ausstrahlen.


Die genaue Diagnose eines Tennisarms erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und eine Anamnese. Zur weiteren Absicherung können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT eingesetzt werden. Die klinische Diagnose stützt sich zudem auf spezifische Belastungstests, die die Schmerzintensität im Ellenbogen provozieren.


4) Diagnostische Verfahren


Moderne diagnostische Ansätze umfassen:


Klinische Untersuchung: Der Arzt prüft den Ellenbogen auf Druckempfindlichkeit und führt Beweglichkeitstests durch.


Bildgebung: Ultraschall und MRT helfen, die genaue Lokalisation der Sehnenentzündung zu identifizieren.


Funktions- und Belastungstests: Diese Tests werden angewendet, um die Funktionalität der Sehnen und Muskeln zu evaluieren.


Studien, die auf PubMed veröffentlicht wurden, haben gezeigt, dass eine frühzeitige Diagnose und gezielte Untersuchung des Tennisarms den Behandlungserfolg erheblich verbessern können (vgl. ).



5) Chiropraktik und Osteopathie als Behandlungsansätze beim Tennisarm


In den letzten Jahren haben sich die alternativen Behandlungsmethoden, insbesondere die Chiropraktik und die Osteopathie, als sinnvolle Ergänzungen zur herkömmlichen Therapie des Tennisarms etabliert. Diese Therapieformen setzen auf manuelle Techniken, um Blockaden zu lösen und die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.


5.1) Grundlagen der Chiropraktik


Die Chiropraktik konzentriert sich auf die Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, insbesondere der Wirbelsäule, und hat das Ziel, die Nervenfunktion zu verbessern. Ein Chiropractor setzt hierbei gezielte manuelle Techniken ein, um Fehlstellungen zu korrigieren und Spannungen in den umliegenden Muskeln zu lösen.


Vorteile der Chiropraktik beim Tennisarm


Schmerzlinderung: Durch die Anpassung der Wirbelsäule und die Entlastung des Nervensystems können Schmerzen, die beim Tennisarm auftreten, reduziert werden.


Verbesserung der Beweglichkeit: Manuelle Korrekturen helfen, Bewegungseinschränkungen zu verringern und die Funktion des Arms wiederherzustellen.


Ganzheitlicher Ansatz: Chiropraktiker betrachten den gesamten Körper, sodass auch mögliche Zusammenhänge zwischen dem Tennisarm und anderen Beschwerden erkannt und behandelt werden können.


Studien, die auf PubMed zu finden sind, haben die Wirksamkeit manueller Therapien, einschließlich der chiropraktischen Ansätze, bei der Behandlung des Tennisarms bestätigt (vgl. ).


5.2) Grundlagen der Osteopathie


Die Osteopathie basiert auf dem ganzheitlichen Verständnis des Körpers. Ein Osteopath betrachtet den Menschen als Einheit von Struktur und Funktion. Dabei werden nicht nur die Symptome des Tennisarms, sondern auch mögliche strukturelle und funktionelle Ursachen berücksichtigt. Die manuelle Therapie in der Osteopathie umfasst Techniken, die darauf abzielen, Blockaden zu lösen, die Durchblutung zu verbessern und die Eigenheilungskräfte zu aktivieren.


Vorteile der Osteopathie beim Tennisarm


Ganzheitliche Betrachtung: Osteopathen analysieren, wie verschiedene Körperregionen miteinander in Zusammenhang stehen, was bei chronischen Fällen von Tennisarm besonders wichtig sein kann.


Individuelle Therapie: Die Behandlung wird individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst, was zu nachhaltigen Verbesserungen führen kann.


Unterstützung der Selbstheilung: Durch gezielte manuelle Techniken wird die natürliche Regeneration des Gewebes gefördert.


Auch in diesem Bereich gibt es wissenschaftliche Studien, die die positive Wirkung der Osteopathie auf Beschwerden wie den Tennisarm belegen (vgl. ). Hierbei wird häufig betont, dass eine frühzeitige osteopathische Intervention die Genesung beschleunigen kann.



6) Praktische Tipps für Patienten mit Tennisarm


Unabhängig davon, ob Sie sich für eine konventionelle Behandlung, Chiropraktik oder Osteopathie entscheiden, gibt es einige praktische Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um den Tennisarm zu lindern und einer Verschlechterung vorzubeugen:


6.1) Übungen und Dehnungsprogramme


Dehnübungen: Sanfte Dehnübungen für den Unterarm können dazu beitragen, die Muskulatur zu lockern und Verspannungen abzubauen.


Kräftigungsübungen: Spezielle Übungen zur Stärkung der Muskulatur können helfen, den Tennisarm zu stabilisieren und zukünftigen Verletzungen vorzubeugen.


Regelmäßiges Training: Ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm kann die Heilung unterstützen und die Funktionsfähigkeit des Arms langfristig verbessern.


6.2) Zusammenarbeit mit Spezialisten


Chiropraktiker und Osteopathen: Eine frühzeitige Konsultation eines Chiropraktors oder Osteopathen kann oft dazu beitragen, die Ursachen des Tennisarms ganzheitlich zu erfassen und gezielt zu behandeln. Diese Spezialisten bieten individuelle Therapiekonzepte, die auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.


Interdisziplinäre Ansätze: In vielen Fällen ist eine Zusammenarbeit zwischen konventionellen Ärzten, Physiotherapeuten, Chiropraktikern und Osteopathen der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung des Tennisarms.


Durch die Kombination von selbstständigen Maßnahmen und professionellen Behandlungen können Sie langfristig eine Besserung der Symptome erzielen und die Lebensqualität verbessern.



7) Erfahrungsberichte und Fallbeispiele


Ein weiterer Aspekt, der die Wirksamkeit von Chiropraktik und Osteopathie beim Tennisarm unterstreicht, sind die zahlreichen Erfahrungsberichte von Patienten. Viele Betroffene berichten, dass sie nach regelmäßigen Behandlungen durch einen qualifizierten Chiropraktiker oder Osteopath eine deutliche Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Armfunktion festgestellt haben.


Ein typisches Fallbeispiel:

„Nach monatelangen Beschwerden aufgrund meines Tennisarms fand ich endlich Linderung, nachdem ich die Hilfe eines erfahrenen Osteopathen in Anspruch nahm. Die manuelle Therapie half mir, nicht nur die Schmerzen zu reduzieren, sondern auch die Ursache der Beschwerden zu beheben. Heute kann ich wieder unbeschwert arbeiten und Sport treiben.“


Diese Fallberichte spiegeln die positiven Erfahrungen vieler Patienten wider und bestätigen, dass alternative Ansätze, insbesondere die manuelle Therapie durch Chiropraktoren und Osteopathen, einen wertvollen Beitrag zur Behandlung des Tennisarms leisten können.



8) Kombinationstherapien und interdisziplinäre Ansätze


Der Tennisarm ist eine komplexe Erkrankung, bei der oft mehrere Faktoren zusammenwirken. Aus diesem Grund zeigt sich, dass eine Kombination aus verschiedenen Therapieansätzen häufig am erfolgversprechendsten ist. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Physiotherapeuten, Chiropraktikern und Osteopathen ermöglicht es, die Behandlung individuell auf den Patienten abzustimmen.


8.1) Vorteile der Kombinationstherapie


Ganzheitliche Betreuung: Durch die Integration unterschiedlicher Therapieformen wird der Tennisarm aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt.


Optimierte Ergebnisse: Studien belegen, dass Patienten, die eine Kombination aus manueller Therapie, Übungen und konventioneller Behandlung erhalten, schneller und nachhaltiger genesen.


Reduktion von Medikamenten: Durch den Einsatz von Chiropraktik und Osteopathie kann oftmals der Bedarf an medikamentösen Eingriffen reduziert werden, was langfristig zu weniger Nebenwirkungen führt.


8.2) Umsetzung in der Praxis


Patienten mit einem Tennisarm sollten sich nicht scheuen, mehrere Fachrichtungen zu konsultieren. Eine sorgfältige Abstimmung der Behandlungsmaßnahmen – sei es durch einen Chiropraktiker, Osteopathen oder einen erfahrenen Physiotherapeuten – ist essenziell für den Therapieerfolg. Ein interdisziplinärer Ansatz gewährleistet, dass die verschiedenen Ursachen des Tennisarms gezielt adressiert werden.



9) Prävention des Tennisarms


Neben der Behandlung ist auch die Prävention ein wichtiger Aspekt im Umgang mit dem Tennisarm. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die helfen können, das Risiko einer Sehnenentzündung zu reduzieren:


9.1) Ergonomische Optimierung


Arbeitsplatzgestaltung: Eine ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes reduziert unnötige Belastungen der Arm- und Handmuskulatur.


Regelmäßige Pausen: Häufige kurze Pausen beim Arbeiten am Computer oder bei repetitiven Tätigkeiten können helfen, Überlastungen zu vermeiden.


12.2 Trainings- und Dehnungsprogramme


Aufwärmübungen: Vor sportlichen Aktivitäten oder intensiven Handarbeiten sollte der Arm aufgewärmt werden.


Dehnungsübungen: Regelmäßige Dehnungsübungen helfen, die Flexibilität der Sehnen zu erhalten und Verspannungen vorzubeugen.


Kräftigungsübungen: Ein gezieltes Training der Unterarmmuskulatur kann helfen, die Belastbarkeit zu erhöhen und dem Tennisarm vorzubeugen.


9.2) Schulung der Technik


Insbesondere Sportler, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, sollten auf eine korrekte Technik achten. Ein erfahrener Trainer, Chiropraktiker oder Osteopath kann wertvolle Tipps geben, um falsche Bewegungsabläufe zu korrigieren und so das Verletzungsrisiko zu minimieren.



10) Zusammenfassung


Der Tennisarm ist eine häufige, aber komplexe Beschwerde, die viele Menschen im Alltag betrifft. Die Ursachen liegen vor allem in repetitiven Belastungen und Überbeanspruchungen, was zu schmerzhaften Entzündungen im Bereich des Ellenbogens führt. Alternative Ansätze wie Chiropraktik und Osteopathie spielen zunehmend eine wichtige Rolle.


Wichtige Erkenntnisse:


Definition und Ursachen: Der Tennisarm (laterale Epicondylitis) entsteht durch Überbeanspruchung und repetitive Bewegungen. Sowohl Sportler als auch Personen in anderen Berufen können betroffen sein.


Symptome: Typische Beschwerden sind Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und Schwäche im betroffenen Arm.


Manuelle Therapien: Chiropraktik und Osteopathie bieten einen ganzheitlichen Ansatz, der die Ursachen des Tennisarms nicht nur symptomatisch, sondern auch funktionell behandelt. Chiropraktiker und Osteopathen nutzen manuelle Techniken, um Fehlstellungen zu korrigieren, Spannungen zu lösen und die natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.


Evidenzlage: Mehrere Studien, die auf PubMed veröffentlicht wurden, belegen, dass alternative Therapieansätze beim Tennisarm signifikant zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung beitragen können.


Prävention: Ergonomische Maßnahmen, gezielte Übungen und eine richtige Technik können dazu beitragen, das Risiko eines Tennisarms zu minimieren.


Interdisziplinärer Ansatz: Die Kombination aus konventionellen und alternativen Behandlungen stellt oft den effektivsten Weg dar, um den Tennisarm nachhaltig zu therapieren.


11) Fazit


Der Tennisarm ist mehr als nur eine Sportverletzung – er ist ein komplexes Syndrom, das durch Überbeanspruchung und repetitive Bewegungen entsteht und sowohl im Alltag als auch im Sport zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann. Die alternative Therapieform, wie Chiropraktik und Osteopathie, bieten einen ganzheitlichen Ansatz, der langfristig zu einer nachhaltigen Verbesserung beitragen kann. Die positiven Ergebnisse aus zahlreichen Studien, die auf PubMed veröffentlicht wurden, stützen diese Erkenntnisse und zeigen, dass manuelle Therapien nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen des Tennisarms effektiv angehen können.


Für Betroffene ist es wichtig, die Behandlung des Tennisarms frühzeitig anzugehen und, falls notwendig, verschiedene Therapieansätze zu kombinieren. Eine Zusammenarbeit zwischen konventionellen Ärzten, Physiotherapeuten, Chiropraktikern und Osteopathen kann den Therapieerfolg signifikant verbessern und dabei helfen, die Funktionalität des Arms wiederherzustellen.


Abschließend lässt sich sagen, dass der Tennisarm zwar eine häufige und schmerzhafte Erkrankung darstellt, jedoch mit einem gezielten und interdisziplinären Therapieansatz effektiv behandelt werden kann. Die Integration von Chiropraktik und Osteopathie in das Behandlungskonzept bietet dabei einen vielversprechenden Weg, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und die langfristigen Folgen des Tennisarms zu minimieren.

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